Neue Stiftungsprofessur für Mechatronische Konstruktionen an der HTW
Wissenschaftsminister Dr. Christoph Hartmann hat Dr. Ing.- habil. Andreas Fricke zum Stiftungsprofessor für „Mechatronische Konstruktionen“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes ernannt. „Professor Fricke wird auch das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik stärken. Damit trägt er zur weiteren Entwicklung einer der wichtigsten Branchen der Saar-Industrie bei“, so Hartmann.
Die Stiftungsprofessur ist die zweite von insgesamt vier Professuren für die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und die Universität des Saarlandes, die vom Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft, dem Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e. V. (ME Saar), der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) sowie der Firma HYDAC International GmbH gemeinsam getragen wird.Professor Fricke war viele Jahre in der Industrie als Entwicklungsingenieur im Druckmaschinenbereich tätig. Er ist Experte auf den Gebieten der Gelenkforschung und Mechatronik. Dabei erforscht er insbesondere die Erzeugung flexibler ungleichmäßiger Bewegungen in Be- und Verarbeitungsmaschinen. An der HTW will er die Zusammenarbeit verschiedener Fakultäten in die Forschung und Lehre der Mechatronik integrieren. Für das ZeMA - Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gemeinnützige GmbH plant er anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Fertigungsautomatisierung.
Hintergrund:Mechatronik und Automatisierungstechnik gehören, gemessen an Know-how, Innovationskraft und Beschäftigtenzahl, zu den wichtigsten Branchen der Saarindustrie. Mit dem ZeMA wird eine neue Kooperationspartnerschaft zwischen der Universität des Saarlandes und der HTW etabliert und die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet vorangetrieben. Das ZeMA fußt auf drei Kompetenzfeldern: Fluidmechatronik („Mechatronik im Produkt“), Mikromechatronik und Fertigungsprozessautomatisierung („Mechatronik im Prozess“). Zur Weiterentwicklung des letztgenannten Kompetenzfeldes wird Professor Fricke beitragen. Insgesamt stellt das Land in fünf Jahren 20 Millionen Euro für den Aufbau und Betrieb des ZeMA zur Verfügung.

