Saarländische Industrie gewinnt an Fahrt
Umsatzsteigerungen in den ersten fünf Monaten 2010
Die saarländischen Industriebetriebe des Verarbeitenden Gewerbes nehmen Fahrt auf und gleichen zunehmend die Verluste aus der Wirtschaftskrise aus. Die in den ersten fünf Monaten 2010 erzielten Umsätze lagen bei 9,1 Mrd. Euro. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes des Saarlandes wurden die vergleichbaren Vorjahreswerte damit um 17,0 Prozent übertroffen. Dagegen wiesen die Umsätze im gleichen Vorjahreszeitraum mit 7,7 Mrd. Euro noch ein deutliches Minus von 30 Prozent aus. Während der Inlandsabsatz mit 4,4 Mrd. Euro um 11,1 Prozent über dem Vergleichswert liegt, zog das Auslandsgeschäft um 23,2 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro an. Mit den Ländern der Eurozone verbesserte sich der Absatz um 31,3 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro.
Die anziehende Konjunktur hat jedoch noch nicht alle Wirtschaftszweige gleichermaßen erreicht. Deutliche Umsatzsteigerungen registrierten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 21,1 % auf 3,5 Mrd. Euro) sowie der Maschinenbau (+ 68,1 % auf 1,3 Mrd. Euro). Aber auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen liefen die Geschäfte besser. Hier wurde mit 623,6 Mio. Euro ein Umsatzplus von 16,4 Prozent erwirtschaftet. Bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren zogen die Erlöse um 35,9 Prozent auf 365,3 Mio. Euro an. Die Nahrungs- und Futtermittelindustrie steigerte ihren Umsatz um 16,5 Prozent auf 462,8 Mio. Euro. Mit 1,6 Mrd. Euro übertrafen die Betriebe der Metallerzeugung und -bearbeitung ihr vergleichbares Vorjahresergebnis um 0,5 Prozent.
Dagegen kamen die „Hersteller von Glas, Glaswaren, Keramik sowie Verarbeitung von Steinen und Erden“ nicht an ihr Vorjahresergebnis heran. Sie blieben mit 109,3 Mio. Euro um 10,1 Prozent hinter den Vergleichswerten zurück. Auch die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen verfehlten mit 138,5 Mio. Euro die Vorjahreswerte um 19,0 Prozent.
Im Mai 2010 waren 77 660 Personen in der saarländischen Industrie tätig (in 244 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit im Allgemeinen 50 und mehr Beschäftigten). Dies sind 3,7 Prozent weniger Beschäftigte als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

